UNIVERSITÄT TRIER - W3 Wirtschaftsinformatik und Künstliche Intelligenz, insbes. Beherrschung von Cyberrisiken

Im Fachbereich IV der Universität Trier ist im Fach Informatikwissenschaften zum nächstmöglichen Zeitpunkt im Beamtenverhältnis auf Lebenszeit folgende Stelle zu besetzen: W3-Professur für Wirtschaftsinformatik und Künstliche Intelligenz, insbes. Beherrschung von Cyberrisiken (LBesG) (m/w/d)

Frist: 29.08.2025

Die Universität Trier betreibt gesellschaftlich relevante Forschung und Lehre am Puls der Zeit: mit einem starken Fokus auf Digitalisierung, Interdisziplinarität und Diversität. Der Mensch und seine Beziehung zu Gesellschaft, Recht, Wirtschaft und Umwelt stehen dabei im Mittelpunkt. Mit über 10.000 Studierenden und rund 2.000 Beschäftigten gehört die Universität Trier zu den größten Arbeitgebern in der europäischen Grenzregion Trier. Kurze Wege auf einem grünen Campus, ein lebendiges akademisches Leben und eine aufgeschlossene Arbeitskultur bieten viele Möglichkeiten, Dinge zu bewegen.

Liegen die Voraussetzungen für eine Verbeamtung nicht vor, kann ggf. eine Anstellung im Angestelltenverhältnis erfolgen. Die Stelleninhaberin oder der Stelleninhaber hat das in der Widmung genannte Gebiet in Forschung und Lehre zu vertreten.

Die Universität Trier kooperiert eng mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) GmbH, welches das weltweit größte öffentlich geförderte Forschungsinstitut auf diesem Gebiet ist, mit dem Ziel, den Technologietransfer in der KI durch angewandte Forschung und Transferaktivitäten zu beschleunigen. Es ist vorgesehen, dass die Inhaberin/der Inhaber der Professur einen weiteren Forschungsbereich des DFKI an der Außenstelle Trier aufbaut und leitet. Dieser Forschungsbereich soll thematisch zur universitären Arbeitsgruppe passen und die beiden bereits in Trier angesiedelten Forschungsbereiche inhaltlich ergänzen.

Wir suchen eine Persönlichkeit, die sich durch herausragende international sichtbare Forschung im Bereich der angewandten Künstlichen Intelligenz auszeichnet. Von Bewerberinnen und Bewerbern werden daher Erfahrungen in Kooperationsprojekten mit der Wirtschaft und der Einwerbung von Drittmittelprojekten sowie Managementfähigkeiten erwartet. Es wird die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den Professuren der Informatikwissenschaften sowie über die Disziplingrenzen hinaus mit den anderen Fächern der Universität Trier erwartet.

In der Lehre wird die Beteiligung an den Bachelor- und Masterstudiengängen der Informatikwissenschaften gefordert, insbesondere in den Studiengängen „Wirtschaftsinformatik und Künstliche Intelligenz“ sowie „Data Science“. Die Fähigkeit, in deutscher und englischer Sprache Lehrveranstaltungen anzubieten, wird erwartet. Mit dieser Professur soll auch die Attraktivität des Studienstandorts Trier gestärkt und ausgebaut werden. Darüber hinaus wird die Beteiligung an (neuen) interdisziplinären Studiengängen und die Öffnung von Lehrveranstaltungen für Studierende anderer Fachbereiche erwartet.

Die neue KI-Professur soll ihren Anwendungsschwerpunkt im Bereich der Beherrschung von Cyberrisiken haben. Als Cyberrisiken verstehen wir ein breites Spektrum an sehr unterschiedlichen Bedrohungen im gesamten digitalen und netzbasierten Raum, wie Erpressung, Spionage, Cyberterrorismus, Cryptojacking oder Desinformation. Die Beherrschung von Cyberrisiken umfasst einerseits Methoden und Strategien der KI und der Wirtschaftsinformatik zum Risiko- und Krisenmanagement, als auch die Entwicklung von Methoden zum Schutz, zur Erkennung und zur Abwehr von Cyberangriffen, wie Malware, Phishing, Identitätsdiebstahl, Verzerrungen durch KI-bedingte Bias-Effekte sowie Herausforderungen durch KI-generierte Inhalte zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung, wie bspw. Deepfakes.

Mögliche Forschungsfelder in der Wirtschaftsinformatik und Künstlichen Intelligenz sind u.a.:

  • Erkennung von Risiken und Schwachstellen im Cyberraum und Entscheidungsunterstützung für die Planung resilienter sozio-digitaler Systeme
  • Deep Learning zur Erkennung von Fake News und Deepfakes
  • Social-Media-Monitoring zur Erkennung von Desinformationskampagnen
  • Planungs- und Entscheidungsunterstützungsansätze für die Bewältigung und das Management von Cyberrisiken in Unternehmen und Institutionen
  • Angriffserkennung von Phishing, Intrusion, Malware, etc.
  • Informationsmanagement für Digitalisierungs- und Cyberrisiken
  • Forensik kompromittierter sozio-digitaler Systeme
  • Analyse von Angriffen gegen KI-Verfahren und Entwicklung resilienter KI-Verfahren

Die dienstlichen Aufgaben ergeben sich aus § 48 HochSchG. Die Einstellungsvoraussetzungen ergeben sich aus § 49 HochSchG. Vorausgesetzt wird ein erfolgreich abgeschlossenes Hochschulstudium, eine qualifizierte Promotion, pädagogische Eignung sowie zusätzliche wissenschaftliche Leistungen (vgl. § 49 Abs. 2 HochSchG). Auf § 50 Abs. 5 Sätze 5 und 6 HochSchG wird hingewiesen.

Das Land Rheinland-Pfalz und die Universität Trier vertreten ein Betreuungskonzept, bei dem eine hohe Präsenz der Lehrenden am Hochschulort erwartet wird. Die Universität Trier ist bestrebt, die Zahl ihrer Mitarbeiterinnen zu erhöhen und fordert Frauen nachdrücklich zu einer Bewerbung auf. Schwerbehinderte und ihnen nach § 2 Abs. 3 SGB IX gleichgestellte Menschen werden bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt (bitte Nachweis beifügen).

Wir bitten, Bewerbungsunterlagen (1. Lebenslauf, 2. Schriftenverzeichnis, 3. Verzeichnis der Lehrveranstaltungen und Lehrprofil, ggf. Lehrveranstaltungsevaluationen, 4. Darstellung des Forschungsprofils und geplanter Forschungsvorhaben sowie 5. Zeugnis- und Urkundenkopien) bis zum 29.08.2025 in einem pdf-Dokument an bewerbungfb4@uni-trier.deeinzureichen. Näheres zur Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten entnehmen Sie bitte den Datenschutzhinweisen für Bewerbungsverfahren nach Artikel 13 DSGVO auf unserer Homepage.

Bewerbungen sind in einer einzigen pdf-Datei bis zum 29.08.2025 erwünscht

Bewerbung bitte per E-Mail an:
bewerbungfb4@uni-trier.de
Universität Trier
Dekan des Fachbereichs IV

Kontakt bei Rückfragen:
Prof. Ingo Timm
Tel.: +49 651 201-3875
E-Mail: itimm@uni-trier.de